Am 10. März 2025 waren Jan-Peter Oppenheimer und Oriana Gradl, Co-Vorsitzende des Bündnisses für Demokratie & Toleranz Wiesloch, zu einem Treffen mit der Initiative „Bunte Rheinau“ nach Mannheim eingeladen. Der Kontakt entstand, weil die Mannheimer Initiative auf das Wieslocher Projekt „Begehbares Grundgesetz“ aufmerksam geworden war und Interesse daran hat, diese Ausstellung auch nach Mannheim zu holen.

Das Treffen bot vor allem Gelegenheit für einen offenen Austausch. Die Beteiligten stellten ihre Initiativen vor, berichteten von ihren Erfahrungen und sprachen über Projekte, mit denen sie Menschen für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander erreichen möchten. Neben den Gruppen aus Wiesloch und Rheinau war auch die neu gegründete Initiative „Bunte Neckarau“ mit dabei.
Für das Bündnis aus Wiesloch war es spannend zu sehen, mit wie viel Engagement das noch junge Bündnis Bunte Rheinau im Stadtteil aktiv ist. Mit verschiedenen Aktionen versucht die Initiative, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen und Begegnungen zu ermöglichen.
Ein Beispiel dafür ist ein internationaler Kochabend, der mittlerweile fünf- bis sechsmal im Jahr stattfindet. Menschen aus unterschiedlichen Ländern kochen gemeinsam, tauschen Rezepte aus und kommen miteinander ins Gespräch. Solche Formate schaffen Begegnungen und helfen dabei, Hemmschwellen abzubauen.
Auch der „Freundlichkeitstag“ gehört zu den Ideen der Initiative. An diesem Tag geht es bewusst darum, freundlich auf andere Menschen zuzugehen – mit kleinen Gesten oder einem Gespräch. Die Hoffnung dahinter: Freundlichkeit kann sich weitertragen und das Miteinander im Alltag positiv beeinflussen.
Daneben organisiert Bunte Rheinau regelmäßig Demonstrationen gegen die AfD, um im Stadtteil ein sichtbares Zeichen für Demokratie und Vielfalt zu setzen. Unterstützt werden diese Aktionen unter anderem vom Gospelchor „Springs of Joy“, der die Demonstrationen musikalisch begleitet.
Beim Treffen stellte sich außerdem die Initiative Bunte Neckarau vor, die erst vor kurzer Zeit gegründet wurde. Sie hat eine Idee aus Ziegelhausen in Heidelberg aufgegriffen und in ihrem Stadtteil umgesetzt: bunte Bändchen als sichtbares Zeichen für Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft.
Diese Bänder werden inzwischen in mehr als 25 Geschäften in Mannheim-Neckarau verkauft. Für einen Euro kann man ein Band erwerben und es anschließend sichtbar an Fenstern, Haustüren, Fahrrädern, Autos oder Häusern anbringen. So entsteht im Stadtbild ein kleines, aber deutliches Zeichen für demokratische Werte.
Für Jan-Peter Oppenheimer und Oriana Gradl bot das Treffen viele neue Eindrücke und Ideen. Gleichzeitig konnten sie auch das Projekt „Begehbares Grundgesetz“ aus Wiesloch vorstellen, das zentrale Artikel des Grundgesetzes im öffentlichen Raum zugänglich macht. Die Initiative Bunte Rheinau kann sich gut vorstellen, dieses Format künftig auch nach Mannheim zu holen.
Deutlich wurde bei dem Treffen vor allem eines: Vernetzung ist für die Arbeit vieler Initiativen sehr wichtig. Durch den Austausch entstehen neue Ideen, und Projekte können über die eigene Stadt hinaus Wirkung entfalten.
Das Bündnis für Demokratie & Toleranz Wiesloch bedankt sich herzlich für die Einladung und den offenen Austausch. Sicher wird die eine oder andere Idee aus Mannheim künftig auch in Wiesloch aufgegriffen – genauso wie vielleicht einige Impulse aus Wiesloch ihren Weg nach Mannheim finden.
Gemeinsam setzen sich die Initiativen dafür ein, Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander sichtbar zu machen und zu stärken. 🤝

